Was du niemals in einer Präsentation sagen solltest

Vermutlich wissen wir genau, was wir niemals in einer Präsentation sagen sollen! Trotzdem passieren diese Sager immer wieder.

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Was du niemals in einer Präsentation sagen sollst

Es ist schon schwierig genug, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen. Dafür ist es um so einfacher, sie in den ersten Minuten einer Präsentation zu verlieren.

In den letzten 24 Jahren als Kommunikations-Coach und -Trainer habe ich einiges erlebt. Damit dir das nicht passieren wird, hier eine Liste von Phrasen und Aussagen, die du bitte niemals sagen wirst. Ganz gleich, ob in internen Meetings oder vor einer größeren Gruppe sprichst.

PS. Du kannst die Liste gerne mit deinen Erfahrungen ergänzen. Einfach unten in den Kommentaren eintragen. Freue mich auf deine Vorschläge, damit wir alle nie mehr leiden müssen 🙂

Bist Du bereit, mit Überzeugung zu kommunizieren? Wenn ja, hier klicken!

“Leider ….. bin ich heute müde / habe jet-lag / hangover.”

Ich habe keine Ahnung, wer das aufgebracht hat, aber eine von fünf Präsentationen beginnt mit einer Entschuldigung. “Ich habe erst gestern erfahren …” oder ganz eigenartig “Ich bin noch müde von meiner Anreise”, und andere billige Entschuldigungen, die wirklich niemanden interessieren.

Als Zuhörer wollen wir einfach nur sehen, dass du dein Bestes gibst. Wenn du dich schlecht fühlst und nicht das Beste geben kannst, warum hast du dann nicht abgesagt? Hole dir doch besser einen Espresso, Red Bull oder eine Pille – und gib deine beste Performance.

“Können mich alle hören?”

So beginnen viele ihre Präsentation: Sie klopfen drei Mal auf das Mikrofon, schreien “Kann mich jeder gut hören?” grinsen verlegen, wenn niemand die Hand hebt, weil alle den Sprecher gut verstehen.

Es ist nicht deine Aufgabe, dich um die Tontechnik zu kümmern. Dafür gibt es andere Spezialisten im Raum (und wenn nicht, ist es besser, den Soundcheck vorher zu machen).

Wenn du in ein Mikrofon sprichst und den Eindruck hast, dass etwas nicht stimmt, bleib entspannt, zähle langsam bis drei und versuche es noch einmal. Wenn du danach immer noch glaubst, dass etwas mit dem Ton nicht stimmt, gehe entspannt zu Seite und bitte den Moderator das Problem zu überprüfen.

Bleibe entspannt, lächle und bleib selbstbewusst. Gehe davon aus, dass alles funktionieren wird.

“Ich kann niemanden sehen, dass Licht ist zu grell!”

Ja, auf einer Bühne sind die Lichter hell und heiß und es ist schwierig die Zuhörer zu sehen. Dein Publikum braucht das aber nicht zu wissen.

Blicke einfach ins Dunkel, lächle oft und fühle dich wie zuhause. Du hast auch die Möglichkeit, direkt ins Publikum zu gehen, wenn du den Zuhörern besonders nahe sein möchtest.

Halte dir auch nicht die Hand über die Augen, um die Zuhörer zu sehen. Bitte doch besser jemanden von der Technik, das Saallicht einzuschalten. Am besten, du sprichst das vorher ab.

“Ich werde später darauf eingehen”

Nimm einfach die Chancen wahr, sei dankbar, wenn Zuhörer motiviert sind und in Interaktion treten. Genieße es.

Wenn jemand eine Frage hat, die du ohnehin mit einer späteren Folie beantworten wirst, springe einfach vorwärts zu dieser Slide.

Zeige deine Wertschätzung, wenn jemand mutig genug ist, eine Frage zu stellen und lade auch das restliche Publikum ein zu fragen. Verschiebe nichts auf später.

“Können Sie das lesen?”

Die Faustregel für die Vorbereitung und Gestaltung: alles muss aus sechsfacher Entfernung lesbar sein.

Meine Notebook hat eine Bildschirmdiagonale von ca. 40 cm. Also stelle ich mich in einem Abstand von ca, 2,5m (40 cm x 6 = 240 cm) zum Bildschirm. Kann ich alles einfach lesen, ist die Schriftgröße ok.

Warum funktioniert das in der Projektion? In professionellen Räumen ist die Diagonale der Leinwand ein sechstel der Raumtiefe. Ist der Raum 12m lang, ist die Diagonale der Leinwand 2 m. Ich verlasse mich immer darauf und es hat bisher immer funktioniert.

Es wird zwar weniger Text auf den Folien sein, aber das ist ok. (siehe Punkt 5)

“Ich möchte Ihnen das vorlesen.”

Niemals, niemals, niemals schreibe so viel Text auf eine Folie, dass die Zuhörer lesen müssen. Und falls doch, bitte nicht vorlesen!

Der schnellste Weg, die Aufmerksamkeit des Publikums zu verlieren, ist zuviel Text auf eine Folie zu schreiben. Wenn zu viel Text auf den Folien steht, werden die Zuhörer lesen und nicht mehr zuhören.

Verwende lieber kurze Titel für deine Folien. Das wird dich auch dazu bewegen, genauer und punktierter zu sprechen. Vor allem dann, wenn du ein ausgereiftes Message Development System verwendest.

Und wenn du wirklich diesen außergewöhnlichen, wichtigen, dreizeiligen Text präsentieren musst, dann lass doch die Zuhörer selbst lesen. Gönne dir einfach eine 10-sekündige Pause.

“Bitte die Telefone / Laptops / Tablets ausschalten.”

Früher konnte man das sagen. Heute nicht mehr. Heute machen Zuhörer Notizen auf ihrem Tablet, senden eine rasches Tweet über Deine hervorragenden Aussagen. Oder  spielen Solitäre und checken Facebook. 🙂

Du kannst zwar bitten, dass Telefone auf lautlos gestellt werden. Aber abgesehen davon, muss dein Vortrag einfach so interessant, inspirierend und spannend sein, damit man dir gerne zuhört, um keine Sekunde zu versäumen.

Aufmerksamkeit einzufordern funktioniert nicht. Du musst dir Aufmerksamkeit verdienen.

“Sie brauchen keine Notizen machen. Wir stellen die Präsentation online.”

Das ist wirklich cool von dir, dass du die Präsentation später uploaden wirst. Wenn es aber eine wirklich gute Präsentation ist, mit wenigen Wörtern auf den Folien (siehe oben), werden die Zuhörer damit nicht viel anfangen können.

Notizen zu machen ist ein guter Weg, sich später zu erinnern. Kurz gesagt, erlaube den Zuhörern einfach zu machen, was sie selbst für richtig halten.

“Ich möchte die Frage beantworten”

Klar doch. Aber vorher musst du noch etwas anderes machen.

Die Frage mag ja für dich vollkommen klar sein, aber vielleicht nicht für das Publikum.

Bitte sag zuerst: “Ich wiederhole die Frage” und dann antworte.

Plus, wenn du dir angewöhnst, zuerst die Frage zu wiederholen, gewinnst du Zeit, um über eine vernünftige Antwort nachzudenken.

“Ich werde mich kurz fassen.”

Wahrscheinlich die größte Lüge, mit der viel Präsentationen beginnen.

Die Zuhörer interessiert es wirklich nicht, ob du dich kurz fasst oder nicht. Sie sind gekommen, um inspiriert zu werden und neue Informationen zu erhalten.

Sag doch einfach: “Diese Präsentation wird ihr Leben verändern”, oder “Die Präsentation dauert 30 Minuten, aber ich versuche in 25 Minuten fertig zu sein, damit Sie früher als geplant noch einen Kaffee bekommen.”

Dann musst du nur noch dein Versprechen halten.

*Bonus: “Oh, die Zeit ist schon um? Ich habe noch 23 Folien!”

Wenn du unvorbereitet warst und mehr Zeit als geplant benötigst, hast du versagt. Du musst deine Präsentationen vorbereiten und an den Zeitrahmen anpassen.

Besser noch: Sei 5 Minuten früher fertig und nimm noch einige Fragen entgegen. Wenn du Zuhörern fünf Minuten schenkst, werden sie dir dankbar sein. Wenn du ihnen fünf Minuten stiehlst, sind sie ungehalten.

Zusammenfassung: komme vorbereitet, bleib du selbst und sei professionell. Die Zuhörer werden dich lieben, wenn du klar in deinen Aussagen bist, wenn du seriös bist und ihre Zeit nicht verschwendest.

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